Ernährung, Training

Bis Anfang des Jahres hatte ich ein stetiges Gewicht von 70kg, mit dem ich mich prinzipiell wohl fühlte (Frau hat ja immer was zu meckern). Nach meinem Umzug zurück in die Heimat habe ich innerhalb weniger Wochen rund 7kg zugenommen, im Nachhinein betrachtet vermutlich dadurch, dass ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe, meine drei Stunden Laufen und die etlichen Kurse, die ich im Fitnessstudio meiner Wahlheimat Jena besuchte, wahrzunehmen. Da mein Leben durchzogen ist von Gewichtsproblemen, Abnahmeversuchen, extremen Sport- und Ernährungssituationen etc., wollte ich diese 7kg so schnell wie möglich wieder runter bekommen und wieder so fit werden wie ein halbes Jahr zuvor in Jena. Doch nichts half, ich kam einfach nicht wieder in Form und begann langsam zu verzweifeln. Selbst der Versuch, Revue passieren zu lassen, was ich Jena anders gemacht hatte, brachte mich nicht mehr weiter.

 

Nachdem ich durch Swetlana von ihrem Body-Coaching bei Holger erfahren habe und beeindruckt von ihren Veränderungen war, habe ich mich mit Holger in Verbindung gesetzt, um zunächst auch eine Sense-Wear-Analyse durchführen zu lassen und anschließend ein Minicoaching mit ihm zu vereinbaren.

 

Gesagt, getan. Da wir einige Hundert Kilometer weit voneinander entfernt wohnen, läuft mein Coaching durchweg über Facebook, Telefon und CO., und so schickte mir Holger auch das Armband zur Analyse nach Hause. Fünf Tage Sense-Wear-Analyse, Auszüge aus meinen Ernährungstagebuch und eine ordentliche Analyse von Holger später war es dann soweit.

 

Holger hatte ermittelt, dass ich mich im hypokalorischen Bereich ernähre (zu Weight Watchers Zeiten aß ich im Schnitt um die 1300 Kalorien, jetzt waren es immerhin zwischen 1600 und 2000), und dass mein Körper eigentlich ziemlich gut „verbrennt“. Nur mein Stoffwechsel war an die negative Ernährungssituation bereits angepasst.

 

Das Ziel besteht also zur Zeit darin, die Ernährung mittels eines Plans umzustellen und einen ordentlichen 3er-Split im Training umzusetzen (womit ich zuvor noch nie in Kontakt gekommen bin), um Fett abzubauen und in Form zu kommen. Mein persönliches Ziel lag vor allem darin, Umfänge zu reduzieren und straffer zu werden.

 

Als ich den Ernährungsplan das erste Mal sah, dachte ich, ich würde es niemals durchhalten. Es dauerte zudem zwei Wochen, bis ich alle Supps zusammen hatte. Aber schon nach einer Woche hatte ich mich an die andere Ernährung gewöhnt. Und mit dem neuen und doch harten Training, welches meinem Körper absolut neue Reize verschafft hat, die aufgrund eines zuvor einseitigen Ausdauertrainings bis dato ausblieben, kam ich gut zurecht.

 

Der Sport macht momentan wieder mehr Spaß als einige Wochen zuvor. Der Muskelkater wurde zu einem guten Freund und auf mein Post-Workout-Meal freute ich mich besonders. Soweit so gut.

 

Ich stellte fest, dass ich mehr Kraft bekam, es geht mir nach wie vor sehr gut und ich sehe die ersten Erfolge.

 

Nach zwei Wochen hatte ich an Brust, in der Taille und an den Oberschenkeln je einen Zentimeter weniger Umfang, an der Hüfte waren es drei Zentimeter und am Po sogar fünf Zentimeter weniger. Zudem habe ich ein Kilogramm abgenommen.

In der kommenden Woche habe ich diese Erfolge gut gehalten, bin aber etwas eingebrochen, da ich die gesamte Woche krank im Bett lag, keinen Sport machen konnte und mich zum Essen eigentlich nur gezwungen habe. Trotzdem geht es nun ganz normal da weiter, wo ich zuvor Pause machen musste. Eine Woche ohne Sport kann sehr lang werden. Dennoch verursacht die Umstellung zur Zeit auch einigen Stress in meinem sozialen Umfeld, da mein Freund zum Beispiel gern mit mir zusammen essen würde und nicht jeden Tag Lust auf Fisch und Gemüse hat, man alles bis ins Detail planen muss, unterwegs (auf Weihnachtsmarkt, in Restaurants und CO.) nicht einfach mal etwas mit essen oder trinken kann und man viele Unternehmungen plötzlich zu meiden beginnt, um sich zudem verständnislosen Kommentaren zu entziehen.

 

Ich werde am Ball bleiben und zunächst das Minicoaching bis Mitte Januar weiter durchziehen, um alleine erfahren zu können, welche Veränderungen bis dahin noch möglich sind.

 

Anschließend plane ich ein Folgecoaching mit Holger, da er mir langfristig dazu verhelfen soll, aus dem hypokalorischen Bereich heraus zu kommen und mich meinem eigentlichen Umsatz zu nähern. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe vor allem noch auf einige Veränderungen bis Januar, um mich in den Kleidern auf den Brautmodenmessen auch genauso wohl zu fühlen wie im Januar dieses Jahres.

 

Sportliche Grüße

Eure

Janina