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An manchen Lebensmitteln klebt seit jeher ein schlechtes Image wie ein alter Kaugummi unterm Schuh. Woher Sie das haben? Die meisten von Euch liebe Leserinnen und Leser haben darauf sicher keine Antwort parat, aber wenn alle es sagen wird es schon stimmen nicht wahr?! Neben den verteufelten Lebensmitteln gibt es dann noch die Gruppe der „Übersehenen“. Ob es nun besser ist wenn schlecht oder gar nicht über einen gesprochen wird? Es schenkt sich nicht viel würde ich behaupten.
Unser heutiger Beitrag stellt 5 dieser verteufelten oder übersehen Lebensmittel vor
und gibt Euch einen Grund mit auf den Weg, diesen wieder oder überhaupt erst Aufmerksamkeit zu schenken.
Viel Spaß

Platz 5 – Kokosfett und MCT

„Ist MCT und Kokosfett nicht dasselbe?“
NEIN- Nur wo MCT drauf steht sind auch reine MCT enthalten. MCT steht für mittelkettige Fettsäuren und damit eine ganz besondere Fettsäure-Art, wie man sie in der Natur nur sehr selten vorfindet. Kokosfett ist die wohl beste natürliche Quelle, die sich zwar durch einenhohen Gehalt an MCT Fettsäuren auszeichnet, dennoch aber auch andere Fettsäurearten (mitvornehmlich gesättigten Charakter) liefert.
Wer es genau wissen möchte sollte sich diesen Beitrag ansehen:
Genau genommen ist Kokosfett ein absolutes Allround-Talent. Es eignet sich dank seines stabilen Aufbaus und des angenehmen Aromas hervorragend zum Braten,
kommt aber auch bei Problemen mit der Haut dank seines anti entzündlichen Effekts topisch zum Einsatz.
Speziell die enthaltenen MCT tragen zu einem Anstieg von HDL Cholesterins bei. [22-23]. Aus Sportlersicht interessant, sind positive Effekte auf die Stoffwechselrate, die Körperzusammensetzung sowie ein Einfluss auf das Sättigungsempfinden. Ebenfalls scheinen MCT bei der Gewichtsreduzierung zu unterstützen. [23-27]

Fazit

In jedem bewussten Haushalt gibt es mindestens einen guten Grund Kokosfett und vielleicht sogar MCT einzusetzen

Platz 4 – Salz

Kommen wir nun zu einem klaren Buhmann der Ernährungsgeschichte. Was sagt man Salz nicht alles nach, im Gesundheitswesen,vor allem aber auch in der Fitness-Szene. Angefangen bei Bluthochrück weiter über eine aufgeschwemmte Optik hat man sicher alles schon gehört oder gelesen. Fragt einen bekennenden Salzgegner einmal ob er überhaupt weiß was Salz eigentlich ist – es könnte lustig werden. Bei Salz handelt es sich um eine Verbindung aus Natrium (40%) und Chlorid (60%). Natrium ist nun der eigentlich verteufelte Bestandteil der jedoch für den Körper absolut unverzichtbar ist! Es erfüllt lebensnotwendige Funktionen zu denen unter anderem die Regulierung des Wasserhaushaltes und des pH-Wertes gehört, spielt eine wichtige Rolle bei der Enzymtätigkeit sowie bei der Weiterleitung von elektrischen Signalen in den Nerven- und Muskelzellen. Letzteres ist Grundvoraussetzung für die Muskelkontraktion! Salopp gesagt wärt ihr ohne Natrium nicht in der Lage auch nur einen einzigen Bizeps-Curl auszuführen! Trotz seiner immensen Bedeutung gibt es natürlich auch bei Salz ein  „zu viel“ nach dem Motto „die Dosis macht das Gift“. Bei Salz ist es einerseits die Gesamtaufnahmemenge, viel mehr aber auch das Aufnahmeverhältnis von Natrium und Kalium welches stimmen muss. In der heutigen Gesellschaft liefern allen voran verarbeitete Lebensmittel hohe Mengen Natrium, was besagtes Ungleichgewicht des Natrium/Kalium -Quotienten fördert und irgendwann dazu führt, dass der Körper selbst nicht mehr in der Lage ist dies zu regulieren. Zu hohe Natriumzufuhr macht sich bemerkbar über Müdigkeit, Unruhe, Krämpfe, Fieber, Übelkeit, Muskelzuckungen, Gereiztheit oder durch ein vermehrtes Durstgefühl.
Besonderes Augenmerk gilt bei der Salz-Thematik natürlich dem Bluthochdruck. Durch hohe Mengen Natrium erhöht sich die Natriumkonzentration im Blut und allen voran im extrazellulären Gewebe. Der Organismus versucht dies zu regulieren, indem mehr Wasser in dem extrazellulären Gewebe eingeschleust wird. Dadurch steigen das Gesamtblutvolumen und folglich der Blutdruck so die Theorie die sicher auch so zutrifft ABER ebennicht in demselben Ausmaß bei jedem von uns. Die genetische Anlage (man spricht von Salz-Responder oder Non-Responder) entscheidet, wie stark sich der Salzkonsum bei jedem von uns auf den Blutdruck auswirken wird!
Wenn ihr wissen wollt welcher„Salz-Typ“ ihr seid empfehle ich Euch dies via Fitness-Genes-Test heraus zu finden:
http://bit.ly/2bjqpnj (10% auf euren Test mit Code „GUGG10“
Fazit
Salz ist grundsätzlich etwas absolut notwendiges für unseren Körper. Ein „zu viel“ bestimmt sich zum einen über die Gesamtmenge vor allem aber über das Verhältnis zu Kalium. Jedem kann an dieser Stelle geraten werden Salz NICHTexplizit zu meiden! Wer Euch versucht dies heutzutage noch zu erzählen sollte disliked, endfreundet oder schlichtweg ignoriert werden

Platz 3 – Gefrorenes Gemüse und Obst

„Nur frisches Obst und Gemüse ist wirklich gesund!“ – Wegen derartiger Propaganda genießt Tiefkühlware völlig zu Unrecht nach wie vor einen schlechten Ruf.
DAS soll sich ab heute ändern. Durch den Kauf von frischem Gemüse und Obst verspricht man sich vor allem einen möglichst hohen Nährstoffgehalt. Genau genommen unterscheidet sich dieser aber kaum von der gefrorenen Variante, das zeigen Untersuchungen. Eine Forschergruppe untersuchte hierzu den Vitamin C Gehalt in handelsüblichen und tiefgekühlten Erbsen und Brokkoli. Interessanterweise wies man in beiden einen ähnlichen Vitamin C Gehalt nach. Gleiches gilt für Karotten. Beim Spinat schnitt das tiefgekühlte Produkt sogar besser ab. Klarer Vorteil von tiefgekühltem Gemüse und Obst ist ein Ausbleiben von Nährstoff verlusten via Lagerung und Transport. Sofern die Kühlkette ununterbrochen bleibt, tauen wir zu Hause Gemüse mit beinahe denselben Nährstoffen auf wie diese im besten Fall frisch vom Feld verpackt wurden [21]
Fazit
Gefrorenes Obst und Gemüse stellt eine mindestens gleichwertige Option zur Versorgung mit wichtigen Nähr– und Ballaststoffen dar.
Achtet jedoch beim Kauf darauf, wirklich „nur“ Obst oder Gemüse zu kaufen und tappt nicht bereits hier in die Zucker- oder Fettfalle!

Platz 2 – Rotes Fleisch

Rotes Fleisch hat sich Platz 2 in diesem Ranking erst in den letzten Jahren erarbeitet. Fleischskandale, BSA-Erreger und Rinderwahn verschrecken immer mehr Menschen davor regelmäßig rotes Fleisch zu verzehren. 2015 sorgte eine Meldung der WHO für großes Aufsehen. „Sinngemäß“ wurde verkündet, der Verzehr von rotem Fleisches verursache Krebs.
Du willst mehr darüber erfahren? HIER ein ausführlicher Beitrag
Nicht zu übersehen ist der Trend zum Vegetarismus aus nutritiven Gründen und dennoch ist dieser Wandel bis auf bei einigen eher zweifelhaften Sprachrohren der Sportler-Szene noch nicht gänzlich angekommen. Sportler schwören nach wie vor auf Fleisch und das sicher nicht ganz ohne Grund. Einer davon ist ein hoher Anteil an Antioxidantien, CLA, Cholesterin, Taurin, Creatin, Zink, Häm-Eisen, Vitamin E sowie sämtlicher B-Vitamine (auch bioverfügbares Vitamin B12!). Aktuelle Untersuchungen nehmen bei Fleischwaren und deren gesundheitlicher Bewertung größere Unterscheidungen vor. Fest steht, dass sich jeder von uns einen Gefallen damit tut, möglichst wenig verarbeitete Fleischwaren zu verzehren. Forscher sprechen sich dafür aus, dass das Fleisch allen voran eine gute Qualität haben sollte. So stellte man größere Unterschiede beim Rindfleisch von Gras gefütterten Tieren und mit Getreide gefütterten Tieren fest. Erstgenanntes zeichnete sich durch ein höheres antioxidatives Potential aus, lieferte mehr Carotinoide, Vitamin E und weniger Fett bei einem gleichzeitigen Anstieg an Omega-3-Fettsäuren und CLA. [28-32]
Fazit
Fleisch zählt nach wie vor zu einem wertvollen Lieferanten für etliche wichtige Nährstoffe in einer hoch-verfügbaren Form wie man sie von pflanzlichen Alternativen teilweise nicht erwarten kann. Insgesamt sollte man verarbeitete Fleischwaren gänzlich meiden und für ein reines Gewissen aber auch einen nutritiven Benefit auf Fleisch von mit Gras gefütterten Tieren setzen —  Kurzum BIO ist bei Fleisch eine gute Sache!

Platz 1 – Eier

Der unangefochtene Sieger im Ranking der völlig unnötig verteufelten Lebensmittel ist das gute alte Hühnerei. Der einstmalige Sündenbock der Cholesterin-Thematik zeigt in neuesten Studien ein völlig anderes Gesicht. Einer neuer Untersuchung von DiMarco (35) et al sei es sogar besser 3 als nur 2 oder 1 Ei täglich zu verzehren. Die Forscher untersuchten 38 gesunde Männer und Frauen, die im Rahmen ihrer sonst normalen Essgewohnheit unterschiedliche Mengen Eier über je 4 Wochen zu sich nahmen. Wie sich herausstellte ergaben sich in zweierlei Hinsicht positive Effekte die mit 3 Eiern deutlicher ausgeprägt waren als mit nur 1 oder 2 Eiern täglich:

1.

Die Partikelgröße von LDL und HDL veränderte sich jeweils positiv. Inzwischen weiß man, dass gerade diese Eigenschaft es ist, die Cholesterin potenziell schädlich für das Gefäßsystem macht. Auch die HDL-Funktion und der Transport wurden positiv beeinflusst (Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase).

2.

Verbesserter antioxidativer Status über ein erhöhtes Aufkommen bestimmter Carotinoide Interessant Anders als oft angenommen,ist Cholesterin nicht per se etwas „gesundheitsschädigendes“. Im Gegenteil: Cholesterin erfüllt im Organismus wichtige Aufgaben zu denen mitunter auch die Produktion von Hormonen wie Testosteron oder Östrogen zählen [1-15]
Eier zählen übrigens zudem zu den Lebensmitteln mit dem höchsten Sättigungs-Index und sind mitunter deswegen das perfekte Frühstück für alle Abnehmwilligen (und sind absolut HBN-konform!!) (36). Nennenswert sind auch weitere Inhaltstoffe darunter Cholin, Zeaxanthin, Lutein und die Menge an hoch biologisch
verfügbarem Protein, die allesamtunsere Gesundheit und das Gewichtsmanagement positiv beeinflussen. [16-19]
Interessant
Die Art der Haltung beeinflusst nachweislich das Fettsäureverhältnis des Eigelbs. „Bio-Eier“sind Omega-3 reicher, während jene aus Boden- oder Käfighaltung deutlich mehr Omega-6-Fettsäuren enthalten. [20]
Fazit
Die größte Ernährungssünde ist genau genommen nicht zu viele Eier zu essen sondern sie gänzlich zu verschmähen! Wichtig ist, dass Hühnerei natürlich bedeutet immer auch das Eigelb zu verwenden! Bessere Nährstoffbilanzen werden auch hier wiederum bei BIO-Eiern nachgewiesen

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