Gesundheit, Neuigkeiten

Wer sich mit gesunder Ernährung auseinandersetzt, sollte sich nicht nur sorgfältig die Zutatenlisten von unterschiedlichen Lebensmitteln durchlesen, sondern auch einen Blick auf sein vielleicht giftiges Kochgeschirr werfen. Neben einer ungesunden Ernährung können sich auch falsche Kochutensilien negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Während jeder die Grundprinzipien einer gesunden Ernährung kennt, weiß kaum jemand, wie viel Einfluss das Material und die Beschichtung unseres Kochgeschirrs auf unser Essen hat. Dieser Artikel zeigt dir, welche Pfanne durch ihr Material und ihre Beschichtung potenzielle gesundheitliche Risiken besitzt und welche Kochutensilien aus gesundheitlicher Perspektive die sinnvollsten Alternativen sind.

Die richtige Pfanne

Das Material: Aluminium, Edelstahl, Eisen oder Keramik?

Darauf verzichtest du lieber:

Aluminium

Aluminium wird in vielen verschiedenen Produkten verarbeitet und ist daher allgegenwärtig. In seinem natürlichen Zustand kommt es nur in Verbindungen mit anderen Elementen, wie Phosphat und Sulfat, vor. In geringen Mengen kommt das Schwermetall in der Luft, im Wasser und in unserer Nahrung vor. Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Getreide und Milchprodukte, enthalten beispielsweise von Natur aus Aluminium [1]. Darüber hinaus gibt es spezielle Lebensmittel, wie Spinat und Pilze, in denen sich Aluminium anreichern kann oder verarbeitete Produkte, die Aluminium durch Zusatzstoffe enthalten [1, 2].

Als Metall zeichnet sich Aluminium besonders durch seine Stärke, Vielseitigkeit, Recycelbarkeit und Leichtigkeit aus. Gleichzeitig ist aber auch bekannt, dass es ein neurotoxisches Metall ist. Ein erhöhter Aluminiumspiegel im menschlichen Körper wird mit verschiedenen Erkrankungen des zentralen Nervensystems in Verbindung gebracht, wie beispielsweise Alzheimer und ALS [7,8,9].

Pfannen oder Töpfe aus Aluminium sind im Normalfall beschichtet und leiten schnell und effektiv Wärme weiter. Jedoch neigt die Beschichtung durch (längere) Erhitzung zum Absplittern, wodurch Aluminiumverbindungen direkt in das Essen übergehen können und somit in unseren Körper gelangen. Dementsprechend solltet ihr auch lieber auf Aluminiumfolie beim Kochen, Braten oder Schmoren verzichten [6, 20, 22]. Auch hier kann sich Aluminium aus der Folie lösen und an das Essen abgegeben werden, vorzugsweise wenn du salzige oder säurehaltige Lebensmittel zubereitest [4, 23]. Dabei musst du nicht nur an Zitrone oder marinierte Produkte denken, sondern auch an Tomaten oder Käse. Die Universität in Mailand untersuchte in Alufolie gegartes Rindfleisch, Hühnerfleisch und Fisch ohne Marinade und Salz auf Rückstände von Aluminium. Die Ergebnisse zeigten, dass Aluminium aus der Folie in das Lebensmittel übergegangen war [24]. Eine andere Studie, die den Übergang von Aluminium von in Aluminiumfolie eingewickelten roten Fleisch untersuchte, zeigte, dass der Gehalt an Aluminium durch die Alu-folie um 89% bis 378% angestiegen war [5].

Aluminium ist nicht akut toxisch und wird größtenteils über die Nieren wieder ausgeschieden. Eine geringe Menge wird jedoch absorbiert und wird lange im Körper gespeichert [20]. Daher kann sich Aluminium über einen längeren Zeitraum in deinem Körper ansammeln. Alu-Verbindungen können entzündliche Effekte oder oxidativen Stress in Zellen auslösen und durch ihre Schädigung Nerven-, Nieren- und Lebererkrankungen verursachen. Darüber hinaus kann Aluminium die Fruchtbarkeit und Knochengesundheit gefährden und steht im Verdacht Brustkrebs zu begünstigen [1, 3, 4, 21]. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat als maximal tolerierbare Aufnahmemenge 1 mg Aluminium pro Kg Körpergewicht pro Woche definiert [1].

Es lohnt sich also präventiv in eine gute Alternative zu Aluminium-Pfannen zu investieren, wenn man sich bereits durch Lebensmittel oder andere Produkte, wie vielleicht Kosmetik oder Deo, unbewusst Aluminium zuführt. Pfannen aus Edelstahl-, Keramik- oder Gusseisen sind eine empfehlenswerte Alternative.

Kupferpfannen

Kupferpfannen sehen auf den ersten Blick modern und dekorativ aus. Während sie Wärme sehr schnell weiterleiten, ist ihre Wärmespeicherkapazität eher unbefriedigend. Unbeschichtete Kupferpfannen sind kaum erhältlich, da sie beim Erhitzen Kupfer an unser Essen abgeben, welches wir nur in kleinsten Spuren benötigen. Bereits kleine Mengen an Kupfer können eine schwere Schwermetallvergiftung auslösen [35].

Daher werden Kupferpfannen mit Keramik oder Eisen beschichtet, um die Kupferabgabe einzuschränken. Trotzdem ist Kupfer im Gegensatz zu Edelstahl ein empfindliches, nicht-magnetisches Material und kann bei kleinen Beschädigungen geringe Mengen von Kupfer freisetzen. Bereitest du auch noch salz- und säurehaltige Lebensmittel darin zu, kann durch das gelöste Kupfer eine Metallvergiftung mit gastrointestinalen Beschwerden auftreten, sofern die Beschichtung beschädigt ist [35, 38]. Also warum ein solches Risiko in Betracht ziehen, wenn wir doch genug andere, sichere Alternativen, wie Edelstahl, Keramik oder Eisen zur Verfügung haben?

Gute und schlechte Pfannen

Das ist unbedenklich:

Edelstahl – der Klassiker

Edelstahl gehört zur Lebensmittelindustrie, wie Obst zu einer gesunden Ernährung. Er besteht aus Legierungen aus unterschiedlichen Metallmischungen, wie Chrom, Nickel, Molybdän und Titan. Das Chrom dient dabei als Legierungshelfer, der Korrosionen und damit Metallübertragungen durch stark saure und salzige Lebensmittel verhindert. So kann sichergestellt werden, dass deine Edelstahlgegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen auch durch aggressive Inhaltsstoffe, wie etwa Säuren, nicht beschädigt werden. Töpfe und Pfannen aus Edelstahl haben eine gute Wärmeleitfähigkeit und -kapazität, wodurch sie sich schneller als Aluminium aufwärmen und länger Wärme speichern können. Dementsprechend sind sie energiesparender und eigenen sich besonders gut für längeres Kochen. Zum Braten kannst du unbeschichtete Edelstahl-Pfannen mit etwas Öl gegen das Anhaften von Lebensmitteln verwenden.

Rostfreie Küchenutensilien, wie Kochmesser und Töpfe, werden aus 18/10 Edelstahl gefertigt, was bedeutet, dass 18% Chrom und 10% Nickel im Edelstahl enthalten sind [37]. Trotzdem kann ein geringfügiger Teil des Nickels in das Essen übergehen, wenn säurehaltige Speisen zubereitet werden (z.B Spinat oder Sauerkraut). Diese Menge ist allerdings derart geringfügig, dass sie bei einem durchschnittlichen Erwachsenen keine nachteiligen Effekte hervorruft [19]. Bei einer Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber Nickel gibt es auch 18/8 Edelstahl mit 8% Nickelanteil oder auch 18/0 (1.4016) Chromstahl ohne Nickel. In der letzten Variante sollten aber keine säurehaltigen Lebensmittel gelagert werden, da dieser Edelstahl weniger robust und mehr säureanfällig ist. Du solltest auch beachten, dass bestimmte Lebensmittel, wie etwa Erbsen und Bohnen, bereits von Natur aus Nickel enthalten.

Um die Unbedenklichkeit für die Gesundheit zu garantieren, wurde gesetzlich definiert, welche Bedarfsgegenstände Lebensmittelkontakt haben dürfen. Bei Edelstahl spielt hierbei der Korrosionswiderstand gegenüber flüssigen und festen Stoffen eine entscheidende Rolle. Die Europäischen Norm EN 10088 regelt, dass der Edelstahl dauerhaft rostfrei sein muss. Dafür wird wie oben erwähnt Chrom als Legierungshelfer verwendet. Die Legierung garantiert die Hygiene und Widerstandsfähigkeit des Edelstahls, da korrosionsbeständige Materialen sich besonders einfach reinigen lassen. So können Edelstahl-Pfannen in Gegensatz zu Aluminium-Pfannen in der Spülmaschine gereinigt werden, ohne dass sie sich schwarz verfärben.

Edelstahl-Pfannen sind praktisch, hygienisch und durch festgelegte Qualitätskriterien bedenkenlos nutzbar. Sollten deine Edelstahltöpfe oder -pfannen farbliche Veränderungen wie Eintrübungen, Stumpfheit oder dauerhaften Glanzverlust haben, solltest du diese besser nicht mehr für die Verarbeitung von Lebensmitteln verwendest.

Gusseisen – das Schwergewicht

Pfannen aus Gusseisen zeichnen sich durch ihr hohes Gewicht, ihre Kratzfestigkeit und ihre Wärmeleitfähigkeit aus. Sie halten problemlos hohe Temperaturen über einen längeren Zeitraum aus und eigenen sich daher hervorragend für die Zubereitung von Fleischgerichten oder Soßen (das Fleisch erhält durch eine Gusseisenpfanne eine schöne Kruste!). Auch die Speicherung von Wärme funktioniert in Kochgeschirr aus Gusseisen so gut, dass es sich auch für Ofengerichte (falls die Griffe es erlauben!) und zum Schmoren eignet.

Für die Reinigung deiner Gusspfanne solltest du beachten, dass sie erst nach dem Abkühlen behutsam entweder mit einem Stück Küchenpapier abgewischt oder aber mit einem sanften Spülmittel (ohne grobe Bürste / Schwamm) ausgespült wird. Am besten reibst du die Gusseisenpfanne nach dem Trocknen mit etwas Speiseöl ein, um Rost zu vermeiden.

Eine unbeschichtete Eisenpfanne sollte vor dem ersten Gebrauch mit etwas Öl für einen natürlichen Antihaft-Effekt (die Patina) eingebrannt werden. Danach werden Eisenpfannen in der Regel nur „ausgewischt“, um diese Patina zu erhalten. Wem das zu umständlich ist, sollte auf beschichtete Pfannen oder unbeschichtete Edelstahl-Pfannen zurückgreifen.

Gusseisen-Pfannen können einen geringen Anteil Eisen an Lebensmittel abgeben, der aber keine gesundheitlichen Nachteile mit sich bringt. Ein Meta-Review aus dem Jahr 2003 zeigte, dass Eisenpfannen abhängig von ihrer Verwendung sogar möglicherweise bei einem Eisenmangel helfen könnten [18]. Grundsätzlich ist Kochgeschirr aus Gusseisen gesundheitlich unbedenklich und eine gute Alternative zu Aluminium- und Antihaft-Pfannen.

Keramik – das Naturprodukt

Keramik ist ein Naturprodukt, welches sehr hitzebeständig ist. Pfannen und Back- oder Auflaufformen, welche aus 100% Keramik gefertigt wurden, sind splitterfest, langlebig und lassen sich einfach reinigen. Früher konnte Keramikkochgeschirr noch Blei und Cadmium enthalten. Heutzutage ist dies nicht mehr der Fall. Blei ist sehr giftig und kann die Entwicklung des zentralen Nervensystems bei Kindern stören. Zudem begünstigt es bei Erwachsenen die Entstehung von Nierenerkrankungen und hohen Blutdruck.

Keramikkochgeschirr ist unbedenklich, wenn es sich um die nicht glasierte Variante handelt. Die Glasierung verleiht dem Geschirr zwar einen schönen Glanz, kann sich aber bei hohen Temperaturen lösen. Die Inhaltsstoffe der Glasierung können bedenkliche Inhaltsstoffe, wie Schwermetalle aufweisen, die sich nachteilig auf unsere Gesundheit auswirken [34]. Gutes, nicht glasiertes Keramikkochgeschirr ist gesundheitlich also unbedenklich, sollte aber durch seine Zerbrechlichkeit behutsam gebraucht werden.

Glas – durchsichtig & nachhaltig

Wer eine gesunde Alternative zu Pfannen sucht kann auch auf qualitativ hochwertiges Glas zurückgreifen. Glas zählt zu den verträglichsten Materialien im Bereich der Lebensmittel und kann zu einer schonenden Zubereitung im Ofen genutzt werden. Durch die glatte und kratzfeste Oberfläche ist es hygienisch und lässt sich einfach reinigen (auch in der Spülmaschine). Die gute Wärmeleitfähigkeit ist außerdem ein wichtiger Grund für einen geringeren Energie- bzw. Stromverbrauch. Zudem ist Glas (ähnlich wie die Keramik) durch seine aromaneutrale Eigenschaft vielseitig einsetzbar, wie Beispielsweise zum Backen eines Desserts oder einer Lasagne.

Aber Glas ist nicht gleich Glaskochgeschirr – feuerfestes bzw. temperaturunabhängiges Glaskochgeschirr wird auch als Glaskeramik bezeichnet. Bei dem Kauf von Glaskochgeschirr solltet ihr daher auch auf entsprechende Hinweise des Herstellers achten, die das Glas als hitzebeständig auszeichnen. Feuerfestes Glas kann problemlos für Gerichte im Ofen oder auch in der Mikrowelle verwendet werden.

Pfanne und Gesundheit

Die Rolle der Beschichtung: Teflon oder Keramik?

Pfannen mit einer Antihaft-Beschichtung eignen sich besonders gut für (fettarme) Eierspeisen, Gemüse und Fisch. Sie haben den Vorteil, dass wir weniger Fett benutzten müssen – besonders praktisch, wenn man gerade abnehmen möchte.

Doch wie praktisch sie auch sind – der falsche Umgang mit der empfindlichen Antihaft-Beschichtung birgt einige gesundheitliche Gefahren und Risiken.

Teflon-Beschichtung

Im Handel finden wir besonders viele Pfannen mit einer wachsartigen Antihaftbeschichtung aus dem Polymer Polytetrafluorethylen (PTFE), auch bekannt unter dem Markennamen „Teflon“. Teflon ist als Antihaftbeschichtung sehr beliebt, aber leider auch bei falscher Handhabung gefährlich. Die Beschichtung wird aus dem kälte-, wärme- und chemikalienbeständiges Kunststoff-Polymer PTFE hergestellt, welches früher auch Perfluoroctansäure (PFOA) enthielt. PFOA ist extrem stabil und wird in der Umwelt nicht abgebaut und gelangt daher über die Nahrungskette wieder in unseren Körper [27, 28, 30-33]. Zudem schädigt es das Immun- und Hormonsystem, wirkt fruchtschädigend und kann Krebs auslösen [10, 11, 13]. Daher wurde PFOA von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als kritischer Stoff eingestuft [29]. Dementsprechend wird seit Juli 2020 PTFE in der Europäischen Union mit anderen fluororganischen Verbindungen als der PFOA hergestellt.

Heutzutage wird die PTFE-Beschichtung durch verschiedene Hilfsstoffe, wie Emulgatoren, Farbmittel oder Füllstoffe hergestellt [25]. Unter den Hilfsstoffen befinden sich auch per- und polyfluorierte Stoffe, die am Ende des Herstellungsprozesses unter Druck und Hitze angeschmolzen werden. Dabei verfestigt sich die Antihaft-Beschichtung beim Erkalten zu einer Masse, die diese Emulgatoren entweder entfernt oder aber so einbindet, dass die Freisetzung in die Umgebung nur schwer möglich ist [25]. Bei Temperaturen über 360 Grad werden durch die beginnende Zersetzung des Polymers Giftstoffe, wie etwa Fluorverbindungen, aus den teflonbeschichteten Pfannen wieder freisetzt [12, 26]. Diese giftigen Substanzen können unsichtbar an unsere Umgebungsluft abgegeben werden und eingeatmet werden. Es folgen grippeähnliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost und eine erhöhte Körpertemperatur. Das Auftreten dieser Symptome wird auch als Polymerrauchfieber oder „Teflon-Grippe“ bezeichnet [14, 15]. Darüber hinaus sind Teflon-Dämpfe schädlich für die menschliche Lunge, was Husten und Spannungen im Brustbereich verursachen kann [15]. Wichtig zu wissen ist, dass diese Symptome nicht unmittelbar nach der Einatmung der Dämpfe auftreten. Meistens treten diese erst ein paar Stunden später auf, nachdem die Teflon-Pfanne extrem erhitzt worden ist [16, 17]. Ob giftige Substanzen bei der Überhitzung von Teflon-Pfannen auch auf die Lebensmittel übergehen können ist nach aktuellem Wissensstand nicht ausgeschlossen.

Nun kocht man normalerweise nicht mit Temperaturen über 360 Grad, da Öl und Wasser bereits bei niedrigeren Temperaturen (200 Grad bzw. 90 Grad) verdampfen. Wenn man eine Pfanne mit Teflon-Beschichtung verwendet, sollte das Essen möglichst schonend bei niedrigen bis mittleren Temperaturen zubereitet werden, um enthaltene Vitamine und Mineralstoffe nicht zu zersetzen. Zudem sollte der Pfannenboden immer mit entweder Öl oder wasserhaltigen Lebensmitteln bedeckt sein, um die Beschichtung nicht zu beschädigen und eine Überhitzung auszuschließen [25]. Wer mit einem Gasherd kocht, erreicht schneller Temperaturen von 360 Grad. Daher sollte man hier besonders mit PTFE-Pfannen aufpassen.

Wer auf Nachhaltigkeit achtet, sollte sich dessen bewusst sein, dass beim Herstellungs- und Entsorgungsprozess von Teflon-Pfannen giftige Stoffe an die Umwelt abgegeben werden. Bei der Verbrennung von PTFE entsteht giftige Flusssäure, die in den Verbrennungsanlagen neutralisiert werden muss.

Keramikbeschichtung

Pfannen mit Keramik-Beschichtung sollen laut den Herstellern Temperaturen von bis zu 400 Grad aushalten, die ein Herd auf seiner höchsten Temperaturstufe durchaus erreichen kann. Eine Keramik-Pfanne hat ebenfalls hervorragende Antihaft-Eigenschaften auf ist weniger gefährlich als eine mit Teflon beschichtete Pfanne.

Wenn sich die Antihaftschicht einer Keramik-Pfanne auflöst, dann ist das für das bloße Auge nicht sichtbar. Es äußert sich lediglich durch die Lebensmittel, die in der Pfanne haften bleiben. Grundsätzlich sind Teflon-Pfannen langlebiger als keramikbeschichtete Pfannen, können aber schneller giftige Schadstoffe freisetzten. Bei Teflon-Pfannen kann die Antihaft-Schicht schneller durch scharfes Besteck beschädigt werden, sodass sich hier nach längerer Nutzungszeit die Beschichtung lösen kann. Die abgeblätterte oder beschädigte Beschichtung von in Deutschland zugelassenen Teflon-Pfannen ist für den menschlichen Körper ungefährlich, da die reaktionsträgen PTFE-Reste unverdaut wieder ausgeschieden werden [25]. Grundsätzlich gilt, dass alle Antihaft-Beschichtungen empfindlich gegenüber Kratzern sind und daher nicht mit scharfen Kochutensilien verwendet werden sollten.

Bei einer Pfanne mit Keramikbeschichtung solltet ihr unbedingt darauf achten, dass die restliche Pfanne nicht aus Aluminium oder Kupfer gefertigt ist! Wird die Antihaft-Schicht beschädigt, können sich Aluminiumverbindung lösen und in das Essen gelangen. Einige Hersteller bewerben ihre Pfannen mit „Keramik beschichtet“, obwohl sie nicht reine Keramik, sondern PTFE mit Keramikpartikeln verwenden. Wer eine alternative Beschichtung wünscht, sollte sicherheitshalber auf den Hinweis „PTFE-frei“ achten.

Beschichtete Pfannen, sei es Teflon oder Keramik, sollten nicht auf höchster Stufe und ohne Inhalt erhitzt werden. Das Bundesamt für Risikobewertung gibt hierfür konkret an, dass antihaft­beschichtetes Kochgeschirr nie ohne Inhalt erhitzt werden darf, schon gar nicht auf einem Induktionsherd, welcher innerhalb kürzester Zeit sehr hohe Temperaturen erreichen kann.

Tipp zu Reinigung: Weder die Teflon-Pfanne, noch die Keramik-Pfanne sollten mit einem Stahlschwamm oder einer groben Bürste gesäubert werden, um die Beschichtung zu schützen. Weiche deine Pfanne daher lieber mit etwas warmen Wasser mit Spülmittel ein und säubere sie anschließend mit einem Schwamm.

Anwendungstipps Pfanne Küche

Anwendungstipps: gesundheitsschädliche Risiken senken

Grundsätzlich muss Kochgeschirr, das mit Lebensmitteln in Kontakt steht, nach geltendem EU-Recht so hergestellt werden, dass es unter seiner normalen und vorhersehbaren Verwendung keine Chemikalien auf Lebensmittel in solchen Mengen abgibt, die unsere Gesundheit gefährden können. Trotzdem verweist auch das Bundesinstitut für Risikobewertung auf die jeweiligen Verwendungshinweise des Herstellers. Letztendlich schließt dies nicht aus, dass kleinste Mengen von Chemikalien während des Kochens durch eine Pfanne an unser Essen abgegeben werden, die sich anschließend langfristig im menschlichen Organismus anhäufen. Insbesondere vor der erstmaligen Verwendung von Pfannen mit Antihaftbeschichtung solltet ihr die Verwendungshinweise des Herstellers befolgen [36]. Grundsätzlich solltet ihr euer Essen möglichst schonend zubereiten, um die Formung von krebserregenden Schadstoffen, wie Acrylamid und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen zu vermeiden.

Um weitere gesundheitsschädigende Risiken auszuschließen zu können, solltest du dich an die folgenden Punkte halten:

  • Keine Pfannen ohne Inhalt oder Öl erhitzen
  • Essen und Lebensmittel auf möglichst niedrigen Temperaturen zubereiten und Backzeit reduzieren
  • Küche gut durchlüften und das Fenster öffnen
  • Holzkochlöffel verwenden, um die Beschichtung nicht zusätzlich zu beschädigen
  • Alte Pfannen mit PFOE oder Aluminium austauschen (!)
  • Säure- und salzhaltige Lebensmittel in geeigneten Pfannen zubereiten

Qualitätsmerkmale einer Pfanne: darauf solltest du achten

Eine gute Pfanne mit Beschichtung sollte nach sachgemäßer Benutzung ungefähr 5-8 Jahre lang halten. Aber egal ob du Gemüse oder Fleisch zubereitest – Lebensmittel reiben mit der Zeit einen Teil der Beschichtung ab. Wenn du dir eine neue Pfanne zulegen willst, solltest du auf die folgenden 4 Punkte achten:

  1. Gewicht 1 kg – das Gewicht einer Pfanne ist ein wichtiger Indikator für die Qualität und Dichte des Materials. Eine schwere Pfanne hat einen dickeren Boden, durch den die Wärme besser geleitet wird und entsprechend an das Essen weitergegeben werden kann. Das Risiko, dass die Pfanne sich verzieht, ist durch ihr Gewicht geringer, sodass sie weiterhin gleichmäßig Wärme abgeben kann.
  2. Boden 6 mm – Ähnlich wie bei dem Gewicht entscheidet der Boden maßgeblich über die Wärmekapazität, Wärmeweiterleitung und Verteilung. Ein dicker Boden verhindert, dass sich die Pfanne verzieht, Wölbungen entstehen und unsere Lebensmittel ungleichmäßig gar werden. Gleichzeitig sorgt ein dicker Boden durch eine gute Wärmspeicherung für eine Energieersparnis. Um zu testen, ob eure Pfanne gut aufliegt und die Wärme gleichmäßig verteilt wird, könnt Butter erhitzen und in der Pfanne auflösen.
  3. Beschichtung – mit Hilfe von Milch lässt sich schnell testen, ob die Antihaftbeschichtung einer Pfanne noch intakt ist. Dazu lässt man Milch in der entsprechenden Pfanne anbrennen und entfernt anschließend die angebrannten Reste mit einem Stück Küchenpapier. Wenn sich die angebrannte Milch ohne weitere Probleme mit dem Küchenpapier entfernen lässt, ist die Beschichtung der Pfanne noch intakt.
  4. Griff – der Griff einer Pfanne sollte stabil sein und gut in der Hand liegen. Am besten achten ihr darauf, dass der Griff an die Pfanne angeschweißt ist.

Pfannen und Beschichtung

Fazit

Wer nicht richtig kocht oder aufpasst, kann grundsätzlich auch unbedenkliche Kochpfannen zur Gefahr werden lassen. Nichtsdestotrotz ist deutlich, dass Kochgeschirr aus Edelstahl, Gusseisen, Glas und Keramik die beste und gesündeste Wahl sind, wenn es um das Zubereiten von Essen geht. Diese Materialien haben das geringste Risiko unseren Körper mit Giftstoffen und Schwermetallen durch die darin zubereiteten Lebensmittel zu verunreinigen. Falls ihr keine Pfannen aus Edelstahl oder Gusseisen verwenden wollt, solltet ihr auf Pfannen mit Keramik-Beschichtung zurückgreifen.

Um unterschiedliche Gerichte gesund zubereiten zu können, empfehlen wir euch eine eigene Mischung aus verschiedenen Koch-, Back- und Bratutensilien zusammenzustellen. So kannst du zum Braten eher praktische Edelstahl- und Gusseisenpfannen verwenden und dir für den Ofen eine Keramik- oder Glasauflaufformen anschaffen. So verhinderst du, dass du antihaftbeschichtete Pfannen zu stark erhitzt, Schwermetalle aufnimmst und deine Gesundheit zusätzlich gefährdest!

Autorenprofil 

Maja Kapka ist Ernährungsberaterin und -wissenschaftlerin bei Bodyhappiness.de und schreibt über gesunde Ernährung und gesundes Abnehmen. Durch die Begleitung unterschiedlicher Menschen und eigenen Erfahrungen mit Ernährungsumstellungen und Diäten, ist sie davon überzeugt, dass die persönliche Einstellung und der Einklang mit Körper und Geist zu einem wesentlichen Teil zu einer gesunden Ernährungsweise beitragen. Mit ihrem holistischen Ansatz unterstütz sie andere bei einer langfristigen Ernährungsumstellung und hilft ihnen sich nicht nur wohler, sondern auch glücklicher in ihrem eigenen Körper zu fühlen.

Autorenbild

Quellen

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