Allgemein, HBN

 

Die Szene macht sich fortwährend Gedanken darüber, wie man den Testosteron-Level immer zu hoch hält. Warum – Naja weil Testosteron nun Mal der Grund ist warum Männer von Grund auf über mehr Muskelmasse verfügen als Frauen, weil es als anaboler Signalgeber fungiert, die Proteinsynthese initiiert und weiter natürlich als Auslöser von Muskelwachstum gilt.

Die Basics für ausreichend Testosteron

Trotz aller Vorzüge von Testosteron muss sich der „normale“ Trainierende (Ausnahme Best-Ager) im Normalfall erst einmal keine großen Gedanken darüber machen, inwieweit er ausreichend Testosteron produziert um Muskelwachstum damit zu maximieren so lange er sich an einige Basics hält. Wichtige Grundvoraussetzungen für eine hohe körpereigene Testosteron-Biosynthese sind eine mindestens isokalorische Ernährung, eine ausreichende Aufnahme an Kohlenhydraten (12), genug der richtigen Fettsäuren sowie etwas Cholesterin (2-6) und ganz wichtig ausreichend Schlaf (1). Auch Training schaltet sich nachhaltig in das Testosteronaufkommen ein (7,8), während Testosteron-Booster in Form von legalen Ergänzungen bei jungen Trainierenden regelmäßig abstinken und bestenfalls nicht signifikante Ergebnisse zu Tage bringen (9). Anders sieht es bei Vitamin D aus. Studien belegen einerseits eine hohe Ausbreitung von Mangelerscheinungen (10). Auf der anderen Seite finden sich an den Hoden spezifische Rezeptoren für Vitamin D und mindestens eine Studie belegt eindeutig einen Effekt von Vitamin D auch auf den Testosteronspiegel (11). Die Leute befassen darüber hinaus mit äußerst unangenehmen Dingen wie Kälteeinwirkung im Rahmen von Kyrotherapie (13) übersehen aber einen durchaus angenehmen Weg für mehr Testosteron um den es heute geht.

Erotische Videos – Der übersehene Testo-Booster

Naheliegend oder? :-)… und tatsächlich findet sich zu dieser Behauptung belegendes Material!

Cook et al (14) untersuchten die Auswirkungen unterschiedlicher Kurz-Clips (4 Minuten) auf das Testosteronaufkommen trainierter Probanden. Clips mit erotischem Inhalt sorgten tatsächlich für mehr Testosteron, während Filme mit traurigem Inhalt den T-Spiegel senkten. Clips mit aggressivem Inhalt führten übrigens zu einem erhöhten Cortisolspiegel. Ach ja – Der Einfluss erotischer Clips wirkte sich tatsächlich positiv auf die 3-RM-Leisung bei Kniebeugen aus!

Auch Hellhammer et al (16) zeigten 20 jungen Männern Filme mit unterschiedlichem Inhalt und stellten fest, dass das Thema Sex schon nach 15 Minuten für eine merkliche Anhebung des Testosteronspiegels um 35% sorgte die 60 bis 90 Minuten nach Filmende immer noch nachweisbar war. Subjektiv berichteten die Männer von mehr Motivation und verminderter Erschöpfung in deren Workouts.

Seo et al (15) machten den Testosteron-Test mit einer Reihe unterschiedlicher Bilddarstellungen. Auch hier stellten die Forscher nach Motiven von Essen, glücklichen Paaren oder Natur die stärkste Testosteron-Reaktion bei Bildern fest auf denen nackte Paare abgebildet waren.

Veränderungen bei LH und Testosteron traten auch bei Stoleru et al (16) schon nach 10 Minuten erotischem Filmmaterial ein.

Im Review von Escasa (18) lässt sich nachlesen, dass eine Mehrheit (80%) aller Untersuchungen zu dem Ergebnis kommt, sexuelle Inhalte erhöhen das Testosteronaufkommen bei Männern. Nichtsdestotrotz finden sich auch Studien wie die von Carani (17) die bestenfalls kleine nicht signifikante Veränderungen aufzeigen, hier kam es aber dennoch zu einer positiven Veränderung auf Seiten abfallender Cortisolspiegel in Verbindung mit „anrüchigem“ Bildmaterial.

Resümee

Testosteron fungiert als Sexualhormon. Es bildet das männliche Geschlecht aus und macht uns fortpflanzungsfähig. Fortpflanzung steht in direktem Zusammenhang (oder sollte es zumindest 🙂 ) mit Erotik, weshalb der hier und heute beschriebene Testosteron-Booster wohl der Naheliegendste überhaupt ist. 

SETZT IHN EIN – Ich wünsche Euch viel Spaß dabei!

Sportlicher Gruß

Holger Gugg

Weiterführend HIER mein Artikel zu Sport und Sex

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Quellen

(1)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4445839/

(2)

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1998648

(3)

http://jap.physiology.org/content/82/1/49

(4)

http://www.endocrine-abstracts.org/ea/0014/ea0014p628.htm

(5)

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0022473184902541

(6)

http://press.endocrine.org/doi/abs/10.1210/jcem-64-5-1083

(7)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2796409

(8)

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00421-006-0319-1

(9)

http://digitalcommons.wku.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=2778&context=ijesab

(10)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4092358/

(11)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21154195

(12)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20091182

(13)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21983238

(14)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2799222/

(15)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4001279

(16)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8516424

(17)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2175036

(18)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21165688

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